Prof. Dr. Peter Grünberg

Prof. Dr. Peter Grünberg 1998 im Forschungszentrum Jülich

Der Preisträger des Deutschen Zukunftspreises 1998 und Nobelpreisträger Prof. Dr. Peter Grünberg starb in der vergangenen Woche – wie das Forschungszentrum Jülich mitteilte.

Professor Dr. Peter Grünberg erhielt bereits 1998 den Deutschen Zukunftspreis, Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, für die „Entdeckung des GMR-Effektes“.

Für eben diese Innovation, die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (GMR) wurde Prof. Grünberg - gemeinsam mit dem französischen Wissenschaftler Albert Fert - 2007 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet; zahlreiche weiterer hochrangige Ehrungen folgten.

Die auf dem GMR-Effekt beruhenden Anwendungen führten zu einem Durchbruch in der modernen Informationstechnologie. Die Speicherkapazität von Festplatten ließ sich dadurch deutlich erhöhen. Der GMR-Effekt tritt auf, wenn zwei Eisenschichten durch eine hauchdünne nichtmagnetische Schicht etwa aus Chrom getrennt werden und ein solches „Sandwich“ dann magnetisiert wird.

Das war die Basis für die Entwicklung sensibler Leseköpfe für Computerfestplatten und die Speicherkapazität der Laufwerke für PCs, Videorecorder und MP3-Player konnten in den Gigabytebereich gesteigert werden. Seitdem gilt Prof. Dr. Peter Grünberg als Gründervater der sogenannten Spintronik.